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Besichtigung unserer neuen Färberei in Deutschland

Besichtigung unserer neuen Färberei in Deutschland

Aufgrund verschärfter Wettbewerbsbedingungen und zunehmenden Preisdrucks wird es für lokale Unternehmen in der Textilwirtschaft immer schwieriger, den Betrieb auf Basis eines tragfähigen Geschäftsmodells sicherzustellen. Im Dezember 2016 führte dies dazu, dass unsere bis dahin zuverlässige Textil-Färberei Heinisch aus Linz Insolvenz anmelden musste. Dies kam für uns sehr überraschend und bedeutete, dass wir schnellstmöglich einen neuen Partner finden mussten, der die hohen Ansprüche an den Färbeprozess unserer Socken erfüllen konnte:

  • Lokal angesiedelt
  • Sauberer Färbeprozess mit Verzicht auf unnötige Chemikalien
  • Vollständige Offenlegung aller verwendeten Inhaltsstoffe
  • Nachhaltiger Betrieb des Unternehmens
Nach längerer Recherche konnten wir mit der TVU – Textilveredelungsunion aus Leutershausen bei Nürnberg den aus unserer Sicht idealen Partner finden. Der Traditionsbetrieb hat sich ganz den Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz verschrieben und seine gesamte Produktion danach ausgerichtet. Am 6. April hatten wir die Möglichkeit, das Unternehmen und die Menschen dahinter persönlich kennen zu lernen.

Zu Beginn unserer Firmenbesichtigung wurden wir vom Geschäftsführer Herr Hausner, Frau Behm aus dem Vertrieb und dem Entwicklungsleiter Herrn Christ begrüßt. In einer Unternehmenspräsentation konnten wir die Ursprünge des Unternehmens, die Entwicklung bis heute und vor allem die Philosophie des Unternehmens kennenlernen. Der Mitarbeiter, die Verwurzelung als lokaler Arbeitgeber sowie nachhaltiges Wirtschaften und Handeln stehen dabei im Mittelpunkt – genau das, was wir uns von einem Partner wünschen. In einer mehrstündigen Führung durch die Produktionshallen konnten wir jeden einzelnen Schritt des Färbeprozesses unserer gelben und weißen Garne begutachten: Die Mischung des Farbstoffes, die Einplanung und Überwachung der Färbung im Kontrollraum, die Trocknung und die Endkontrolle des frisch gefärbten Garns. Es war sehr beeindruckend zu sehen, mit welcher Akribie und nach welch hohen Standards gearbeitet wird.
Nach der Besichtigung der Produktion führte uns unser Weg unter die eigentliche Produktionshalle, wo wir mehr zum Thema Abwasserreinigung erfuhren, bevor uns im Detail die technischen Vorrichtungen zur Endreinigung des Abwassers und zum Abscheiden der verbliebenen Farbstoffe gezeigt und erklärt wurden. Da das Unternehmen an ein Naherholungsgebiet angrenzt, sind die einzuhaltenden Auflagen hier besonders strikt.
Zur Erwärmung des Wassers setzt die TVU zum einen auf sehr leistungsfähige Wärmetauscher und zum anderen auf nachhaltige Rohstoffe. Verheizt wird dabei jedoch nicht frisch geschlagenes Holz, sondern zerkleinerte Holzabfälle. Die Abgase der Heizanlage werden speziell behandelt, so dass selbst kleinste Staubteilchen nicht in die Abluft gelangen.
Zum Abschluss unserer Runde konnten wir einen Blick in das riesige Archiv und die Labors des Unternehmens werfen. Hier werden computergesteuert und mit Hilfe eines Roboters Farbrezepturen entwickelt. Diese berücksichtigen die Anforderungen jedes einzelnen Kunden. Parameter wie Farbechtheit, Echtheit gegenüber Babyspeichel, Abriebfestigkeit oder Hitze- und Lichtbeständigkeit werden vom Kunden genauso vorgegeben wie die eigentliche Farbe. Aus diesen Vorgaben entwickeln die Laboranten anschließend passende Rezepturen. Die ausgefeilte Qualitätssicherung stellt sicher, dass die gemachten Vorgaben auch tatsächlich eingehalten werden und das über viele Färbe-Chargen hinweg.

Wir waren begeistert von der Offenheit, mit der uns begegnet wurde und dem Selbstverständnis des Unternehmens. Dies geht soweit, dass auf jeder Rechnung, die das Unternehmen stellt, der CO2- und Wasserverbrauch je Kilo Garn für die spezielle Färbung ausgewiesen wird. Man merkt, dass Nachhaltigkeit hier nicht nur ein Schlagwort und Mittel zum Zweck ist. Die TVU hat erkannt, dass nachhaltiges Wirtschaften ein entscheidender Wettbewerbsvorteil sein kann, denn geringerer Rohstoffverbrauch und optimierte Produktionsprozesse tragen nicht nur zum Erhalt unserer Umwelt bei, sondern führen letzten Endes auch zu zufriedeneren Kunden und der Möglichkeit, Kostensenkungen an diese weiterzugeben. Das sichert den Standort und die Arbeitsplätze langfristig.
Nochmals vielen herzlichen Dank an Frau Behm und Herrn Christ für die offenen Türen und die Zeit, die sie sich für uns genommen haben, um uns das Unternehmen zu zeigen und all unsere, mitunter etwas naiven, Fragen zu beantworten. Wir freuen uns auf eine lange Zusammenarbeit!

Datum

12. April 2017

Autor

Marcus

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